Sonntag, 9. Mai 2010

Wo die Logik endet

Es ist 80er-Jahre-Party.
Eine junge Dame kommt zum DJ-Pult. "Meine Freundin hat um 12:00 Uhr Geburtstag. Könntest du dann Beyoncé für sie spielen?"
"Tut mir leid, heute gibt es nur 80er."
"Achso, alles klar, das verstehe ich. Könntest du dann irgendwas anderes Schönes spielen? Irgendwas Aktuelles?"
"Nein, was Aktuelles geht eben nicht, weil ja heute 80er-Jahre-Party ist."
"Okay, na dann eben irgendwas anderes. Was Schönes."
"Mach ich."
"Aber erst um 12:00 Uhr."
"Keine Sorge, vorher spiele ich nichts Schönes."

Sonntag, 2. Mai 2010

Montag, 26. April 2010

Ein Juice ist es nicht

Ganz viele Herzchen und ein Gesicht auf einem Wunschzettel! Und darüber stand Folgendes:

Mjus: "the undisclosed desire"




Sonntag, 18. April 2010

Britney - schon vergessen?

Britney Spears sollte gewarnt sein. Ihr Name scheint in Deutschland bereits im Vergessen begriffen. Wie sonst ließe sich erklären, dass sich auf der letzten Trashnight jemand Britney Spirs gewünscht hat?
Ja, richtig, Britney, da fehlt doch ein Stück von dir!

Samstag, 10. April 2010

Die Alternativen zum Wunschzettel

Wunschzettel und Kugelschreiber liegen bereit. Dennoch schreibt mancher Gast nicht so gern. Dafür kann es viele Gründe geben, es muss nicht an den Schreibqualitäten des Wünschers liegen.
Viele glauben, die Wunschzettel würden sowieso nicht gelesen. Ein persönliches Gespräch mit dem DJ sei die bessere Alternative. Nicht umsonst versucht der ein oder andere dem DJ auf diesem Weg ein hochheiliges Versprechen abzunehmen.

Tatsächlich ist ein bisschen Ablenkung ja auch für den DJ mal ganz schön. Sofern er nebenbei noch seine Arbeit machen kann.
Blöderweise ist das Gedächtnis eines DJs löchrig und das wird nicht besser, je mehr Wünsche er sich merken soll.
Und ein DJ, der die Wunschzettel nicht liest, wird vermutlich generell Wünschen nicht allzu viel Beachtung schenken.
Bemüht er sich aber, Wunschtitel zu spielen, scheint es doch besser, wenn er sie jederzeit schwarz auf weiß nachlesen kann.

Ob es dagegen hilfreich ist, dem DJ den Wunschtitel auf das kleine Display eines Handys zu tippen, wage ich zu bezweifeln.
Ebenso die genauso gern genutzte Variante, dem DJ den Song vorzusingen, wobei unabhängig der sonstigen Sangesqualitäten des Wünschers ordentlich gebrüllt werden muss, es sei denn der verständnisvolle DJ fährt für diese Zeit die Lautstärke der Anlage runter.
Selbst noch nicht erlebt, aber von einem Kollegen erfahren, habe ich die Mischung der letzten beiden Alternativen, nämlich die Möglichkeit, dem DJ im laufenden Diskobetrieb den gewünschten Titel auf dem Handy vorspielen zu wollen. Dazu sag ich dann mal nichts.

Übrigens: Wenn ein DJ die Kopfhörer aufhat, dann in der Regel nicht, weil er kalte Ohren hat. Da läuft dann Musik drunter. Damit er die hört und sie möglicherweise in den laufenden Titel mixen kann, ist die Kopfhörerlautstärke recht laut eingestellt. Alles was man dem DJ inzwischen erzählt, muss man mit ziemlicher Sicherheit später noch einmal sagen.

Freitag, 2. April 2010

Mal ganz konkret

"Hi, DJ, kann man sich bei dir was wünschen?"
"Klar, was soll es denn sein?"
"Is egal. Hauptsache tanzbar."
"Okay, mach ich.!

Sonntag, 21. März 2010

Teenie-Musik

Da geht eine Frau nach etwa zehn Jahren mal wieder in ihren Lieblingsklub, und alles hat sich verändert.

Warum ich seit zweieinhalb Stunden immer die gleiche Musik spiele?

Ich antworte, das könne ja nicht ganz stimmen, weil ich doch vor ein paar Minuten noch Red Hot Chili Peppers gespielt hätte, während jetzt gerade Stromae läuft.

Ja, aber das sei die ganze Zeit diese Teenie-Musik.

Was sie sich denn wünsche, frage ich.

Na, z.B. Madonna, Michael Jackson und so.

Ich sage, dass ich da vorhin gerade eine ganze Runde mit 80ern gemacht hätte.

Sie meint, das wäre zu wenig und vor zehn Jahren wäre das noch anders gewesen, nicht dieser ganze Scheiß!
Sie wird inzwischen richtig laut.

Ich sage, dass sich in zehn Jahren eben die Musik ändere und die Fülle der Tanzfläche spräche ja wohl dafür, dass die meisten zufrieden sind.

Ne, ne, sagt sie, und dass die DJs vor zehn Jahren hier aber besser gewesen wären.

Ich sage, dass ich vor zehn Jahren auch schon hier DJ gewesen wäre.

Das will sie mir nicht glauben, aber bevor ich mich für das Kompliment bedanken kann, ist sie schon weg.

Freitag, 12. März 2010

Everybody's Music

Ein Samstagabend im Studentenkeller. Motto des Abends: "Everybody's Music".

Ich stehe am DJ-Pult, die Tanzfläche ist gut gefüllt. Neben dem Pult steht ein Mann und schreibt Wunschzettel. Der Langhaarige ist dabei äußerst konzentriert. Er ruft sich mit ernsthaftester Miene offenbar seine gesamte heimische Phonothek ins Gedächtnis.

Auf jeden Wunschzettel schreibt er genau einen Wunschtitel. Von diesen gehören Motörhead noch zu den zahmeren Vertretern.

Nach etwa einer halben Stunde, in der sich seine Wunschzettel am DJ-Pult stapeln und ich fürchten muss, dass die Zettelblöcke ausgehen, spreche ich ihn an: "Hast du einen Vertrag mit der Holzindustrie oder hast du ganz allgemein etwas gegen Bäume?"
Er versteht nicht.
"Ich meine, warum schreibst du denn auf jeden Zettel nur einen Titel? Das ist doch Verschwendung."
Er grummelt etwas Unverständliches und fragt dann: "Spielst du die Sachen denn auch?"
"Natürlich nicht, das kannst du dir doch denken. Das ist eine Disko und die Leute wollen tanzen. Zu der Musik würde aber niemand hier tanzen."

Der Wünscher ist augenscheinlich sehr erbost. Ich hätte ihm gern noch gesagt, dass ich einiges von seinen Wünschen durchaus gern höre, mir aber nie auf einer ganz offensichtlich auf Mainstream ausgerichteten Veranstaltung wünschen würde. Aber er dreht sich einfach um und verschwindet.

Doch er kehrt zurück. Wieder schnappt er sich den Zettelblock. Von nun an schreibt er wieder etliche Zettel voll, die in etwa alle diese Aussage enthalten: "Aber es ist doch Everybody's Music!!!"

Und langsam beginne ich zu verstehen: Wenn sich das nächste Mal jemand bei "Everybody's Music" Death Metal, ein Volkslied oder die Brandenburgischen Konzerte von Bach wünscht, sollte ich es tunlichst spielen. Schließlich ist aus dem Titel der Veranstaltung nicht zu entnehmen, dass die Musik halbwegs tanzbar und diskotauglich sein sollte. Und wen interessiert schon eine volle Tanzfläche in einer Disko?

Montag, 1. Februar 2010

Musikwunsch oder Beschwerde?

Das ist hier nicht die Frage. Möglicherweise wollte der Schreiber auch nur den Titel von Lily Allen ("Fuck You") kommentieren, den ich kurz zuvor gespielt hatte. Jedenfalls war er sich wohl nicht recht sicher, wie das Ganze geschrieben wird, weshalb ich gleich zwei Zettel mit zwei Varianten vorfand:

Pfack yu
und
Pfack ju